Deutlicher Einbruch bei den Flugbewegungen und Passagierzahlen im ersten Halbjahr 2026

Verheerende Halbzeitbilanz am Flughafen im Erdinger Moos: 148.253 Flugbewegungen im Zeitraum Jan.-Juni. Dies entspricht einem Minus von 8,1 % im Vergleich zu 2025. Dies entspricht exakt dem starken Einbruch von 2009 (Finanzkrise). Auch die Passagierzahlen sind deutlich zurückgegangen: 18.961.443 Passagiere entsprechen einem Minus von 4,2 %.

Damit zeigt sich einmal mehr: Es gibt keinen Bedarf für eine 3. Startbahn. Das Maximum bei den Flugbewegungen wurde mit 432.000 im Jahr 2008 erreicht. Seitdem gibt es kein Wachstum mehr. 2025 waren es nur 337.438 Bewegungen, 2026 dürften es deutlich weniger werden. AufgeMUCkt Sprecher Dr. Christian Magerl erklärt dazu: „Die verantwortliche Bayerische Staatsregierung und die Flughafen München GmbH (FMG) sollten endlich die Realitäten zur Kenntnis nehmen und damit aufhören, die Region mit dieser überflüssigen Planung zu quälen. Die 3. Startbahn gehört endlich beerdigt.“

Auch die neuen, sehr optimistischen Prognosen der Firma Intraplan für das Jahr 2033 ergeben keine Begründung für eine 3. Startbahn. Wesentliche Punkte der Prognose: Die Flugbewegungen sollen 2033 415.600 erreichen. 2019 vor Corona waren es 417.138 Bewegungen. Das Vorcorona-Niveau wird also nicht erreicht. Das bestehende Zwei-Bahn-System kann gemäß Feststellung durch den VGH mindestens 479.000 Bewegungen abwickeln. Grundlage für die Planung war eine Prognose von Intraplan aus dem Jahr 2010, die für 2025 590.000 Bewegungen prognostiziert hatte.

Fazit: Es gab nie eine Begründung für eine 3. Startbahn, es gibt keine Begründung und es wird auch nie eine Begründung geben.

Christian Magerl

Aktionsbündnis AufgeMUCkt