Gemeinsam haben der Bürgerverein Freising, das Aktionsbündnis aufgeMUCkt und die Bürgerinitiative Attaching die Kandidaten für das Amt des Landrates des Kreises Freising zu Ihrer Haltung und Ihren politischen Positionen zum Flughafen München und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Region befragt.
Folgende Landratkandidaten haben geantwortet:
| Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte (FSM, Wählervereinigung) |
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| Jan Klose SPD | Günther Pleschacher Freising für alle (Wählervereinigung) |
| keine Antwort | keine Antwort |
Die Antworten in der Übersicht:
| Frage-1 | Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte |
| Haltung zur 3. Startbahn: Wie stehen Sie zur 3. Startbahn am Flughafen München und zum „begonnenen“ Bau? Werden Sie sich als Oberbürgermeister von Freising bzw. als Landrat des Kreises Freising, wie Ihr Vorgänger weiterhin aktiv gegen dieses Projekt einsetzen und die Interessen der betroffenen Bevölkerung und Kommunen in der Region Freising vertreten? | Ein klares Nein zur 3. SLB! Die Auffassung der Startbahngegner war seit jeher, dass wir eine 3. SLB nicht brauchen. Diese Auffassung wird durch einen Vergleich der im PFB prognostizierten Flugbewegungen (590.000 für 2025) mit den aktuellen Flugbewegungen bestätigt (2024: 327.000). Damit fehlt für eine 3. SLB nicht nur die Planrechtfertigung, sondern auch jede nachvollziehbare Begründung: Warum riesige Flächen versiegeln und tausende Menschen zusätzlich mit Fluglärm und Luftverunreinigungen belasten für eine 3. SLB, die man nicht braucht? Die Argumentation der FMG, dass mit dem Bau der 3. SLB deshalb begonnen worden sei, weil der S-Bahn-Tunnel verwirklicht und mit der Straßenerschließung begonnen worden sei, ist schwer erträglich: zum einen, weil die FMG zuvor genau das Gegenteil behauptet hatte („S-Bahn-Tunnel und 3. SLB haben nichts miteinander zu tun!“); zum anderen, weil die FMG damit sehenden Auges gegen den immer noch gültigen Bürgerentscheid der Landeshauptstadt München verstoßen hat. Selbstverständlich werde ich mich deshalb im Fall meiner Wiederwahl als Landrat weiterhin mit allen juristischen und politischen Mitteln gegen die 3. SLB zur Wehr setzen. Dieser Spuk muss endlich „mit Anstand beerdigt werden“, die von der Bahn potentiell lärmbetroffenen Menschen müssen endlich Rechtsklarheit haben. | Ich stehe entschlossen gegen den Bau der dritten Startbahn. In meiner bisherigen politischen Laufbahn habe ich stets gegen dieses Projekt Stellung bezogen. Ich werde mich auch weiterhin aktiv gegen die Realisierung des Projekts einsetzen und die Interessen der betroffenen Bürger und Kommunen in der Region Freising vertreten. Meine Teilnahme an Protestveranstaltungen sowie bei entscheidenden rechtlichen Auseinandersetzungen unterstreicht meinen festen Standpunkt zu diesem Thema. | Ich lehne die dritte Startbahn kategorisch ab und auch alle Maßnahmen die den Bau derselben wahrscheinlicher machen. Deswegen wende ich mich auch gegen die Eventarena und sehe auch den LabCampus skeptisch. Dies mache ich regelmäßig auf meinen Veranstaltungen deutlich und auch in verschiedenen Social Media Beiträgen. Ich bin mir hier auch mit der Freisinger Stadtrats- und Kreistagsfraktion der Grünen völlig einig. An dieser Stelle möchte ich feststellen, dass die Grünen die einzigen sind, die sich in Stadt, Landkreis, Land und Bund gegen die Dritte Startbahn stellen. Ich halte das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes für falsch. Ich kann die Argumentation des Gerichts nicht nachvollziehen. Ich begrüße, dass der Landkreis Freising gegen dieses Urteil rechtlich weiter vorgeht. Als neuer Landrat werde ich die Möglichkeiten, die der Rechtsstaat zu bieten hat, weiter verfolgen. | Eine Trennung zwischen der Planung zur dritten Startbahn und dem Arbeitsgeber Flughafen GmbH betonen und weiterhin für ein klares „Nein“ zur dritte Start und Landebahn stehen. |
| Frage-2 | Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte |
| Unterstützung der Bürgerinitiativen: Werden auch Sie die Bürgerinitiativen, die sich gegen die 3. Startbahn einsetzen, in ihren Anliegen weiterhin unterstützen? Welche konkreten Maßnahmen würden Sie ergreifen, um die Bürger und Bürgerinitiativen in ihrem Engagement zu stärken? | Selbstverständlich werde ich deshalb auch die Bürgerinitiativen, die sich gegen die 3. SLB zur Wehr setzen, weiterhin unterstützen. Beim Abwehrkampf gegen die 3. SLB müssen wir alle Kräfte bündeln. Meine juristische Expertise werde ich den Bürgerinitiativen weiterhin zur Verfügung stellen. Umgekehrt würde ich die Erfahrung der Bürgerinitiativen gern nutzen, um den politischen Druck auf die Entscheidungsträger weiter zu erhöhen. | Selbstverständlich werde ich die Bürgerinitiativen, die sich gegen die dritte Startbahn engagieren, auch künftig unterstützen. Ich plane, regelmäßig mit den Initiativen in Dialog zu treten, um ihre Anliegen zu verstehen und meine Unterstützung gezielt einzusetzen. Dazu gehört auch die öffentliche Unterstützung bei Veranstaltungen und in politischen Gremien. | Ich unterstütze die Anstrengungen Ihrer Bürgerinitiativen ausdrücklich, ebenso wie die Bemühungen der Schutzgemeinschaft, der Kirchen und den persönlichen Einsatz einzelner Bürgerinnen und Bürger. Das solidarische Zusammenstehen hat die dritte Startbahn in den letzten 20 Jahren verhindert. Es muss erhalten bleiben und gestärkt werden. Ich bedaure daher, dass der Widerstand nicht so einig ist, wie er sein könnte. Ich erinnere hier an Ihre Podiumsdiskussion vom 24.11.2025 als einige Teilnehmer ohne Not einheitlich geglaubte Positionen aufgegeben haben. Die FMG wird mit Freude vernommen haben, dass manche Teilnehmer bei Nachtflugverbot und Arbeitsschutz zu Zugeständnissen bereit sind. Ich beobachte mit Sorge, dass die Abwehr der dritten Startbahn in weiten Teilen der Bevölkerung nicht die Aufmerksamkeit erfährt, die sie erfahren sollte. Sei es aus zunehmender Erschöpfung, aus mangelnder Aktualität oder Fehlen einer persönlichen Betroffenheit. Das Thema droht zu einem Anliegen von Spezialisten zu werden und in einer Nische zu verkümmern. Ich halte es daher für dringend geboten, das Thema stärker in der Öffentlichkeit präsent zu machen und aktuelle Kommunikationswege zu nutzen, um breitere Bevölkerungsteile wieder neu anzusprechen und für die Sache zu gewinnen. Ich denke, dass der Landkreis hier eine deutliche aktivere Rolle einnehmen muss. Derzeit liegt die Hauptlast des Widerstandes gegen die dritte Startbahn bei den Bürgerinitiativen, hinsichtlich der Organisation und auch hinsichtlich der Information der Bürgerinnen und Bürger. Bei der gerichtlichen Auseinandersetzung spielt insbesondere der Landkreis Freising eine maßgeblich wichtige ergänzende Rolle. Als Landrat werde ich die rechtlichen Möglichkeiten weiter verfolgen. Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass der Landkreis sich in erheblich stärken Maße und proaktiv hinsichtlich Information und Kommunikation engagiert. | ./. |
| Frage-3 | Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte |
| Haltung gegenüber der Flughafen München GmbH (FMG): Wie bewerten Sie die Rolle der FMG in Bezug auf ihre Verantwortung für die Region und die betroffenen Kommunen? Welche Erwartungen haben Sie an die FMG im Hinblick auf eine transparente Kommunikation und ein respektvolles Miteinander mit den Gemeinden, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen des Flughafens auf die Lebensqualität der Menschen in Freising und Umgebung | Im Zusammenhang mit dem Antrag der FMG auf Feststellung, dass mit der Durchführung des PFB für die 3. SLB bereits begonnen worden sei, konnten wir feststellen, dass die FMG nicht mit offenen Karten spielt. Von dem seitens der FMG oft bemühten „gutnachbarschaftlichen Verhältnis“ zum Flughafenumfeld war in diesem Zusammenhang nichts zu spüren. Diese Erfahrung werde ich im Kopf behalten, wann immer ich mit der FMG als Landrat oder als Vorsitzender der FLK kommuniziere. | Die FMG hat eine erhebliche Verantwortung gegenüber der Region und den betroffenen Kommunen. Meine Erwartungen an die FMG sind hoch, insbesondere was eine transparente Kommunikation und ein respektvolles Miteinander betrifft. Ich habe bei vergangenen Veranstaltungen sowie in Gesprächen mit der Geschäftsführung der FMG klar meine Erwartungen geäußert, dass die Auswirkungen des Flughafens auf die Lebensqualität der Menschen in Freising und Umgebung ernstgenommen werden müssen. | Das Moratorium des aktuellen bayerischen Regierungskoalition erfüllt seinen Zweck ganz offensichtlich nicht. Eher scheint es geeignet, die Gegner der dritten Startbahn einzulullen, dem Widerstand den Wind aus den Segeln zu nehmen und den Widerstand zu spalten. Es genügt auch nicht, der dritten Startbahn den klinischen Tod zu bescheinigen. Solange Baurecht besteht, bleibt die dritte Startbahn eine reale Option. Unternehmenszweck der FMG ist der Betrieb und Ausbau des Flughafens München. Die FMG erfüllt diesen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und im Rahmen des rechtlich Notwendigen. Ich kann ein Interesse an einer förderlichen gut- nachbarschaftlichen Beziehung nur bis zu dem Punkt zu erkennen, zu dem es den Interessen der FMG dient. Die Verantwortung dafür, das Verhalten der FMG maßgeblich zu ändern, liegt bei den Eigentümern der FMG, in erster Linie der bayerischen Staatsregierung. Offenbar wird die Förderung der Lebensqualität der Menschen in Freising und Umgebung als weniger wichtig gegenüber den Ausbauinteressen des Flughafen gesehen. Da ich an die FMG wenig Erwartung hinsichtlich Besserung habe, bleibt nur den politischen Druck auf die Staatsregierung aufrecht zu erhalten und zu erhöhen. | Am Flughafen München arbeiten insgesamt über 33.000 Menschen in verschiedenen Unternehmen und Behörden. Diese hohe Zahl macht den Flughafen zu einer der größten Arbeitsstätten Bayerns und einer wichtigen wirtschaftlichen Stütze für die Region. Der Flughafen ist nicht nur ein großer Arbeitgeber, sondern sichert durch die Ansiedlung von Unternehmen auch indirekt zahlreiche weitere Arbeitsplätze. Dies trägt maßgeblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei. Für die Entwicklung des Flughafens, halte ich allerdings zwei Start und Landebahnen für ausreichend. Der Bedarf für eine dritte Startbahn fehlt – und der Schaden für unsere Region und unsere Umwelt wäre enorm. |
| Frage-4 | Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte |
| Vertrauen in die Gesprächspartner der FMG: Offensichtlich haben einzelne Vertreter der FMG in Bezug auf die 3. Startbahn nicht offen und ehrlich gegenüber den betroffenen Kommunen und der Bevölkerung kommuniziert. Welche Erwartungen haben Sie an die FMG, um das verloren gegangene Vertrauen wieder herzustellen? Wie soll künftig verhindert werden, dass unvollständige oder falsche Information der FMG in die Entscheidungen der Stadt Freising mit einfließen? | Meine Hoffnung auf eine Verhaltensänderung bei der FMG sind aufgrund der bisherigen Erfahrungen gedämpft. Gleichwohl werde ich als Landrat und als Vorsitzender der FLK nicht müde werden, das von der FMG bemühte „gutnachtbarschaftliche Verhältnis“ im Interesse der Bevölkerung des Flughafenumfeldes immer wieder medienwirksam einzufordern und die FMG zu einem rücksichtsvollen Umgang mit dem Flughafenumfeld zu ermahnen. | Ich erwarte von der FMG, dass sie das Vertrauen der betroffenen Bevölkerung durch Transparenz und Offenheit zurückgewinnt. Die Diskussionen und die rechtliche Auseinandersetzung um die Gültigkeit des 98. ÄPFB sowie die unterschiedlichen Rechtsauffassungen hierzu haben das Vertrauen erschüttert. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit präziser Informationen. Ich erwarte ich von der FMG eine vollständige, rechtzeitige und korrekte Information über derart weitreichende Belange, um Fehlentscheidungen zukünftig zu vermeiden. | Einschätzung nach kann dies nur mit Rückendeckung der Eigentümer der FMG passieren. Mein Vertrauen in FMG und Staatsregierung ist in diesem Punkt erheblich gestört. Ich habe daher auch keine Erwartung, dass sich dieses Verhalten in naher Zukunft ändern wird. Die Fronten sind aus nachvollziehbaren Gründen verhärtet. Verbesserungen, im Sinne von Wiederherstellung und gar erstmaliger Schaffung von Vertrauen, halte ich nur dann für möglich, wenn man in einen ergebnisoffenen Dialogprozess einsteigen würde. Als ersten Schritt braucht es hierfür eine Einsicht und ein Einlenken der Staatsregierung. Die FMG verfügt sowohl gegenüber den Bürgerinitiativen, als auch gegenüber der Stadt Freising oder dem Landkreis Freising über einen erheblichen Vorsprung an Information und auch an Kapital, Personalressourcen und politischer Rückendeckung. Solange dieser Informationsvorsprung besteht, werden Stadt und Landkreis Freising immer im Nachteil sein. Es gilt daher den Informationsvorsprung zu verkleinern: a) indem man die FMG dazu bringt, ihr Wissen zu teilen, oder b) indem wir den Informationsvorsprung aus eigener Kraft schließen. Zu a) frage ich mich, ob die Möglichkeiten des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes und aus des Freistaats bereits vollständig ausgeschöpft wurden. Zu b) empfehle ich eine noch stärkere Vernetzung und Bündelung der Kräfte an. | Eine gute Nachbarschafft mit der FMG als großes Unternehmen pflegen, auch auf Grund von Arbeit und Ausbildungsplätzen. |
| Frage-5 | Helmut Petz Freie Wähler (FW) | Susanne Hoyer CSU | Stephan Griebel BÜNDNIS 90 / Die Grünen | Samuel Fosso Freisinger Mitte |
| Einsatz für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung: Die gesundheitlichen Risiken durch Lärm, ultrafeinen Staub und Luftverschmutzung sind für uns betroffene in der Region eine ernsthafte Sorge. Die große Mehrheit der Fluglärmkommission hat sich in den letzten 3 Sitzungen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung dieser Belastungen ausgesprochen (z. B. Einsatz von schwefelarmem Kerosin, Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu TaxiBots oder Anpassung der 25 Jahre alten Nachtflugregelung mit dem Ziel: keine Flüge von 22:00 bis 6:00 Uhr). Trotz der Mehrheitsbeschlüsse ist bisher nicht erkennbar, dass entsprechende Maßnahmen geplant oder bereits in Umsetzung sind. Wie werden Sie sich für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung Stadt Freising einsetzen? Welche Maßnahmen halten Sie für notwendig, um die Belastungen durch den Flughafen, insbesondere Lärm- und UVP -Schadstoffemissionen, zu minimieren? | Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist das zentrale Anliegen der FLK. Gute Erfolgschancen rechne ich mir bei der politischen Durchsetzung erstmaliger (UFP) oder strengerer Schutznormen (Lärmschutz) aus. Auf dieser Linie liegen etliche unserer in der FLK gefassten Beschlüsse. Diesen Weg sollten wir weitergehen. Z.B. wäre es ein großartiger Erfolg, wenn wir auf der Grundlage der Messergebnisse des BV zu UFP gemeinsam mit Vmöglichen erbündeten wie der FLK Frankfurt Main oder der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen erreichen könnten, dass auf Bundes- oder europäischer Ebene erstmals Grenzwerte für UFP festgelegt werden, an die sich die FMG zu halten hat. Standardisierte Vorgaben könnten auch beim Einsatz von Taxibots oder von schwefelarmem Kerosin hilfreich sein. | Der Gesundheitsschutz der Anwohner steht für mich an oberster Stelle. Die Belastungen durch den Flughafen, insbesondere durch Lärm und ultrafeine Partikel, müssen so weit wie möglich minimiert werden. Ich setze mich für die Einführung und Nutzung von schwefelarmem Kerosin ein – als Schritt hin zu einem international anerkannten Standard. Zudem unterstütze ich die Erforschung und potentielle Einführung von Sustainable Aviation Fuel, sogenannte SAF, also künstlich hergestellter nachhaltiger Flugtreibstoff. Denn SAF verbrennen am saubersten und zudem CO2-neutral. Bezüglich Taxibots, also Flugzeugschlepper, die vom Piloten gesteuert vollbesetzte Flugzeuge schleppen dürfen, erwarte ich mir Antworten von einer Machbarkeitsstudie der FMG. In der Diskussion in der Fluglärmkommission wurde klar, dass eine solche Machbarkeitsstudie Zeit braucht und am Ende wohl nicht alle Ideen umsetzbar sein werden. Wirklich bedauerlich ist, dass der Vorsitzende der FLK bis heute den Wortlaut des FLK-Beschlusses noch immer nicht vorgelegt hat, obwohl selbst die FMG danach fragte. Ich werde dafür sorgen, dass das rasch nachgeholt wird. Eine klarere Regelung für Nachtflüge ist ein weiterer wesentlicher Punkt, für die ich mich stark machen werde. Hierbei ist mir besonders wichtig, dass nächtliche Flugbewegungen so leise wie möglich sind und wenn nötig, nur früh am Abend stattfinden. | Die Fluglärmkommission verfügt als lediglich beratendes Organ gegenüber der FMG nicht über die notwendigen Machtmittel, um die FMG zu tatsächlichem Handeln zu bewegen. Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, möglicherweise bieten sich über Regierung von Oberbayern – Luftamt Südbayern und das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung noch ungetestete Handlungsoptionen hinsichtlich der Untätigkeit der FMG. Zu den von Ihnen genannten Maßnahmen möchte ich noch ergänzen: – Einsatz von neuen und damit leiseren und verbrauchsärmeren Flugzeugen – Einsatz von größeren Flugzeugen, um die Anzahl von Starts und Landungen zu reduzieren – Internalisierung der Kosten des Flugverkehrs durch Einführung einer Kerosinsteuer und Fortführung der Flugabgabe – Beschleunigte Verlagerung des innerdeutschen Flugverkehrs und ins nahe Ausland auf die Schiene. Alle genannten Maßnahmen liegen nicht im unmittelbaren Einflussbereichs des Landrates. Einfluss kann nur mittelbar ausgeübt werden, z.B. durch Schaffung einer breiten Öffentlichkeit, Unterstützung der Bürgerinitiativen, usw. Wichtig ist, dass man all diese Punkte immer und immer wieder mit Vehemenz vorbringt. | Eine verantwortungsvolle Entwicklung – nachhaltige Mobilität, ein bessere Luftqualität und ein lebenswertes Umfeld in Flughafen Region fördern. |
